Preis zu hoch – SPD-Fraktion zum Regionalen Flächennutzungsplan

Die SPD-Fraktion hat in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung IX ihre ablehnende Haltung zu den Baugebieten am Schmachtenberg und an der Grünen Harfe bekräftigt. Einen eindringlichen Appell richtete sie an die CDU-Fraktion und Bezirksvorsteher Kranz, ihre Haltung zu überdenken.

Harald Neef, Bezirksvertreter aus Kettwig, ist froh, dass der Protest der Bürgerinnen und Bürger und der SPD zum Teil Erfolg hatte: „Zum Glück wurde der Teil Schmachtenberg Nord bei Maria im Maien bereits aus der Vorlage heraus genommen, nun werden wir weiter um die Fläche Schmachtenberg Süd kämpfen. Diese Fläche ist Teil eines gewachsenen und von den Menschen stark genutzten Erholungsgebietes, es ist Teil einer „Grünen Lunge“ von Kettwig.“

Sein BV-Kollege Daniel Behmenburg ergänzt: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen Wohnbau und freuen uns über jeden Menschen, der in unseren schönen Bezirk zieht. Der Preis für die zusätzlichen Wohneinheiten an diesen Stellen ist uns jedoch einfach zu hoch – hier wird natürlicher Frei- und Naherholungsraum einfach zerstört. Innenentwicklung muss weiter vor Außenentwicklung gehen. Die katastrophalen Folgen der fortschreitenden Versiegelung von Freiflächen haben wir beim jüngsten Unwetter gesehen.“

Im Hinblick auf den Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern ergänzt Behmenburg: „Enttäuschend ist die Tatsache, dass die vielen Einwände der Bürgerinnen und Bürger gerade zum Bereich Grüne Harfe einfach verhallt sind. Hier hätte ich mir ein Umdenken in Politik und Verwaltung im Sinne der betroffenen Menschen gewünscht.“

Die Argumente stehen direkt im Regionalen Flächennutzungsplan, wo die Auswirkungen der geplanten Baugebiete auf Natur, Umwelt, Umgebung und damit auch auf die Menschen als erheblich eingestuft werden. Nicht nachvollziehbar ist für die Sozialdemokraten, wie man vor dem Hintergrund dieser Umweltprüfung noch ernsthaft an eine Bebauung denken kann. Die geplante Umgehungsstraße ist für die Sozialdemokraten nur Augenwischerei, mit der die Bürgerinnen und Bürgern beruhigt werden sollen, die aber auf lange Zeit nicht finanzierbar ist. Außerdem fordern die Sozialdemokraten in diesem Zusammenhang ein neues Verkehrsgutachten. Die SPD ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, bei der beginnenden Bürgerbeteiligung ihre Einsprüche zu wiederholen!

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