Nur in Extremen gedacht. Mobilitätswende braucht aber Gemeinsamkeit.

Stellungnahme zum heutigen Leserbrief des Pressesprechers der CDU Kettwig

Leider denkt der Pressesprecher der CDU Kettwig nur in Extremen, wenn er versucht, die Idee eines Bürgerbusses und eines Ortsbusses gegeneinander auszuspielen. Das ist rückwärtsgewandt und absolut nicht auf der Höhe der Zeit.

Die Herausforderung der Zukunft ist eine andere: Wir müssen zusehen, wie Verkehrsmittel sich sinnvoll ergänzen können, um zu einer neuen Mobilität zu kommen. Das bewundernswerte ehrenamtliche Engagement der Fahrerinnen und Fahrer von Bürgerbussen im ganzen Land ist eine nicht zu ersetzende Ergänzung zu den regulären Linien der Verkehrsunternehmen. Aus meiner Zeit als Bürgerbusfahrer weiß ich gut um die Dankbarkeit der Menschen für dieses Angebot. Allerdings hat das, was im Ehrenamt geleistet werden kann, auch Grenzen. Das betrifft hier insbesondere die Tagesrandzeiten und die Wochenenden. Auch kann ein Bürgerbus nicht alle Bereiche eines Stadtteils anfahren und keine kurze Taktung bieten. Auch die Kapazitäten in einem Bürgerbus sind beschränkt, er kann also zu Stoßzeiten zum Beispiel nie ein Zubringer für viele Pendler zum Bahnhof sein. Und das ist auch nicht schlimm, denn wir zahlen auch dafür Steuern, dass der Staat ein gutes Nahverkehrsangebot bereitstellt.

Deshalb ist doch die Frage, wie hier ein Zusammenspiel aussehen kann. Wie kann diese Lücke geschlossen werden? Durch welche ergänzenden Angebote kann der Nahverkehr in Kettwig attraktiver gemacht werden? Wie kann aus einer Kombination aus Ehrenamt und staatlichem Angebot etwas noch Tolleres entstehen? Das ist doch die Herausforderung, vor der wir stehen. Wenn wir mehr Menschen im Nahverkehr und weniger Individualverkehr wollen, dann muss es doch um integrierte Konzepte und ein Miteinander der Verkehrsmittel gehen. Durch Herbeischreien von nicht vorhandenen Differenzen kommen wir nicht weiter. Das bedeutet dann Stillstand. Ich sage es ganz deutlich: Ich stehe für eine andere Politik – Für eine Politik des Miteinanders. Für eine Politik, die Chancen sieht. Für eine Politik, die verbindet und nicht spaltet.

Daniel Behmenburg
Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtbezirk IX

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s